![]() Ausgabe
Sonntag, 24. November 1806
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Der Frust mit dem Forum
Irgendwann muss ein Idiot unsere Seite als Zielobjekt entdeckt haben, auf der Beiträge lanciert werden können, die auf drittklassige Sexseiten verweisen. Wie eine Flutwelle ergossen sich dann die Einträge. Ein Freischalten für seriöser Benutzer war unter diesen Bedingungen leider nicht möglich. Um diesem Treiben ein endgültiges Ende zu bereiten, werden wir also das Forum komplett ersetzen. Leider hat das auch zur Folge, dass sich Benutzer neu anmelden müssen. Wir glauben aber, dass sich diese Operation auch deshalb lohnt, weil sichtbar wird, wer aus Interesse in dem Forum tätig ist und wer nur als Karteileiche dahindämmert.
Im Sinne
des Herausgebers Um der Zeitung und auch dem erneuerten Forum Leben einzuhauchen, suchen wir Mitarbeiter. Obwohl wir die Chancen, auf Resonanz zu stoßen, äußerst gering einschätzen, denn leider hat sich ja in der Vergangenheit gezeigt, dass das Interesse an kontinuierlicher Mitarbeit kaum besteht, wagen wir es doch immer wieder – stets in der Hoffnung auf eine positive Überraschung. Wer mitarbeiten möchte, kann sich jederzeit mit einer Nachricht an wdk@altecossacken.de wenden.
Wohin steuert Amapura? In
letzter Zeit ist es ziemlich still geworden um Amapura. Wir
hatten große Hoffnungen auf Cossacks2 gesetzt, weil wir uns
davon eine Belebung versprochen hatten. Leider haben sich diese
Hoffnungen nicht erfüllt. Dann hofften wir auf Age of Empire
III – auch ein Flop. Miniaturkarten, Einheitenbegrenzung, all
das, was keinen Spaß macht, dominiert dieses Spiel. Da
wir aber unser Konzept nicht aufgeben wollen, werden wir auf
American Conquest zurückgreifen. Dieses Spiel ist, aus unserer
Sicht, am besten geeignet, den strategischen Teil unserer
Staatssimulation abzudecken. Um herauszufinden, wie groß das
Interesse noch ist, werden wir in nächster Zeit ein Turnier
initiieren, zu dem jeder, der Lust hat, wieder einmal
ordentliche Schlachten zu schlagen, schon jetzt herzlich
eingeladen ist. Amapura
sind – politisch gesehen – die europäischen Partner
weggebrochen. Das gute Verhältnis, das wir zum Beispiel zu den
Österreichern um v.d. Trenck hatten, existiert nicht mehr; auch
dort – wie überall anders auch – scheint das Interesse
erloschen zu sein. So sehen wir uns gezwungen, dieses ganze
Beziehungsgeflecht, das damals existierte und abgestorben ist,
neu aufzubauen. Ob es gelingt – wer weiß das schon. Doch wir
sind noch da! An
dieser Stelle sei noch einmal betont: wir sind kein Clan! Wir
sind ein Staat, und wir sind, wenn man so will, ein
Einwanderungsland. Wer also Lust verspürt, Bürger von Amapura
zu werden, soll sich melden! Es gibt viel zu tun. Die Wirtschaft
muss aufgebaut werden, Heer, Marine und Verwaltung bedürfen der
Neuorganisation. Wer sich also zu Höherem berufen fühlt, hat
hier die Chance, kreativ mitzuarbeiten und seine Vorstellungen
– im Rahmen des Gesamtkonzeptes – mit einzubringen und auch
umzusetzen. Die „Alten Cossacken“ gibt es nun bereits fünf Jahre, Amapura drei – für ein derartiges Projekt ist das eine lange Zeit. Zugegeben, man hätte vielleicht mehr tun müssen; trotzdem sind wir nicht unzufrieden mit dem, was in dieser Zeit geschafft wurde. Wir haben nur den Fehler gemacht, uns zu sehr auf Cossacks2 zu fixieren. Aber dieser Abschnitt in der Entwicklung ist vorüber; es geht jetzt darum, die eigenen Konzepte zu realisieren. Wir würden uns über Mitstreiter freuen. In diesem Sinne wünschen wir allen Freunden der „alten Cossacken“ und Amapuras ein besinnliches Weihnachtsfest.
Offizielle Stellungnahme der Regierung zur derzeitigen Situation in Amapura Moritzburg, 1. Mai Nach langem Schweigen hat sich der Sprecher Seiner Majestät, Kabinettsminister Kalimba, mit einer ausführlichen Stellungnahme zur Lage zu Wort gemeldet. Wir geben sie im Wortlaut wieder. „Liebe Bürger und Freunde, leider sind die Arbeiten in unserem schönen Land in den vergangenen Monaten nicht recht voran gekommen; ja, man kann sagen: sie lagen brach. Trotzdem wird es weitergehen, und einige Projekte, die wir in Angriff genommen haben, nähern sich dem Abschluss. Alles längst nicht in dem Tempo, wie wir es uns gewünscht hätten, das geben wir unumwunden zu; aber die Ressourcen unseres Landes sind begrenzt, was sich in der derzeitigen Situation widerspiegelt. Ein Blick in die Welt zeigt uns aber, dass auch anderswo die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Es stockt allerorten. Allerdings ist auch einige Bewegung zu bemerken. So wird wohl die preußische Botschaft an eine neue Machtgruppe vergeben werden, weil die bisherigen Inhaber des Postens keinerlei Aktivitäten mehr an den Tag legen. Auch bei anderen Botschaften bemerken wir dieses Problem. Anscheinend vertreten sie nicht mehr die Interessen ihrer Staaten, so dass mit einer baldigen Schließung zu rechnen ist. Auf der anderen Seite haben sich, wie gesagt, neue Interessenten gemeldet. Man wird sehen, welche Entscheidungen getroffen werden. Zur allgemeinen Politik ist zu sagen, dass wir uns von „Cossacks“ abgewandt haben. Das hat mit der äußerst enttäuschenden Qualität des von CDV gelieferten Produkts (Cossacks2) zu tun, aber auch vom völlig fehlenden Support für die Clans, die bis heute die treueste Stütze für CDV waren. Dieser Mangel an Sensibilität mag von CDV als normal empfunden werden; uns jedoch fehlt jegliches Verständnis dafür. Auch die „Moderatoren“ im CDV-Forum, allen voran Wittgenstein, sind uns suspekt. Dort werden Personen wegen kritischer Äußerungen mit Strafanzeige bedroht und gesperrt. Jedenfalls sind uns diese servilen Jasager zutiefst zuwider. Um es umgangssprachlich und für jeden verständlich auszudrücken: die Sache ist gelaufen. Es gibt Alternativen, die wir nun ins Auge fassen werden und die, wie wir hoffen, allgemein akzeptiert werden. Diese ganze Entwicklung hat bei uns nur die – schon immer vertretene – Meinung verfestigt, dass wir, allen Widrigkeiten zum Trotz, unser eigenes Projekt vorantreiben müssen. In diesem Sinne ist Amapura für uns aktueller denn je.“
Diplomatische Beziehungen zu den Preußen aufgenommen
Moritzburg, 3 März Wie heute der Hof bekannt macht, hat das Kaiserreich zum ersten Mal offizielle diplomatische Beziehungen zu den „Königlich Preußischen Reichsstreitkräften“ aufgenommen. Das Büro für auswärtige Angelegenheiten hat die Verlautbarung bestätigt. Ein Botschafter ist allerdings noch nicht ernannt worden. Die Beziehungen zu den KPRS waren lange Zeit schwer gestört, weil man dort seinerzeit ohne ersichtlichen Grund unserem Land den Krieg erklärt hatte. Wenn man diese Angelegenheit damals auch eher als humorige Einlage denn als ernsthafte Bedrohung ansah, schließlich liegen die deutschen Lande doch ziemlich weit entfernt zu uns, und keines von ihnen darf man als maritime Macht ansehen (von Österreich einmal abgesehen), die in der Lage wäre, ein größeres Truppenkontingent zu uns zu transportieren – also abgesehen davon empfand man diesen ganzen Auftritt als höchst ungebührlich. Inzwischen aber hat sich der Ton erfreulicherweise geändert, so dass normalen Beziehungen nichts mehr im Wege steht. Ganz im Gegenteil wird man am Hofe von Moritzburg die Entwicklung dieses preußischen Staates, des zweiten neben der Gruppierung der „Schwarzen Husaren“, aufmerksam verfolgen. Schon jetzt darf man feststellen, dass man dort in den zurückliegenden Monaten sehr aktiv war. Das ist ein erfreulicher Aspekt, der ebenfalls zu der Entscheidung der Aufnahme diplomatischer Beziehungen nicht unmaßgeblich beigetragen hat. An der Vertretung Preußen durch die „Schwarzen Husaren“ wird sich allerdings nichts ändern – vorerst jedenfalls. Doch hat man in Moritzburg die Befürchtung, dass es damit ein Ende haben könnte, wenn die diplomatischen Beziehungen nicht bald intensiviert werden.
Viel
Staub aufgewirbelt
Moritzburg, 21. Februar
Nach längerer Zeit des Schweigens hat sich der
Kabinettsminister Seiner Majestät, Seine Exzellenz Senore Kalimba, zu Wort gemeldet. Seit der Flucht des
Ministers Fuentes und des wenig später, Anfang September
letzten Jahres niedergeschlagenen Putschversuches hat die
Regierung geschwiegen. Nun wurde jedoch bekannt, dass einer der
Führer des Putsches, Rodrigo
de la Huarez, Fuentes Schwager, ergriffen und standrechtlich
erschossen wurde. Dies geschah vor wenigen Tagen in der Nähe
von Macapá, als besagter Huarez gerade nach
Portugiesisch-Brasilien übersetzen wollte. Nur der
Aufmerksamkeit einiger Fischer ist es zu verdanken, dass der
Hundsfott ergriffen und seiner gerechten Strafe zugeführt
werden konnte. Auch mit seinen Begleitern, drei seiner
ehemaligen Offiziere, wurde kurzer Prozess gemacht.
Doch wird dieser Fahndungserfolg nicht allzu hoch bewertet, denn
immer noch ist Fuentes, der Kopf der Putschisten, flüchtig. Er
verließ Französisch-Guyana, soweit man weiß, auf einem
Frachtsegler Richtung Kuba. Der Segler führte eine spanische
Flagge, aber die spanischen Behörden bestreiten energisch, ihm
die Flucht ermöglicht zu haben. Es ist davon auszugehen, dass
das Schiff unter falscher Flagge segelt.
Auch in Europa gehen seltsame Dinge vor. Zwar appellieren die
Franzosen an die Engländer, man solle doch Frieden schließen;
aber zugleich setzt man auch in Frankreich die Zurüstung
unvermindert fort. Man darf wohl vom baldigen Ausbruch eines
neuen Krieges auch auf dem Kontinent ausgehen.
Dann meldete sich im Oktober vorherigen Jahres ein „Oberster
Kanzler“ und rief eine 2. Republik aus. Wer sich hinter diesem
klingenden Namen, der sich dann als leere Hülle erwies, verbarg
– niemand will es wissen. Jedenfalls lehnte es das Kaiserreich
ab, mit diesen windigen Burschen überhaupt in weiteren
diplomatischen Kontakt zu treten. Anscheinend wirbelt der von
Napoleon verursachte Sturm in Europa eine Menge Staub auf. Wir treten jedenfalls in interessante Zeiten ein und werden die weitere Entwicklung deshalb mit wachen Augen beobachten und kommentieren.
Kaiserkrönung in Paris
Moritzburg, 20. Februar
Erst heute erreicht uns, behindert durch das überaus schlechte
Wetter im Ärmelkanal sowie auf dem Atlantik, das dem Postschiff
längere Aufenthalte in sicheren Häfen abnötigte, ein Bericht
unseres Correspondenten in Paris. Dieser beobachtete die Krönung
Napoeleon Bonapartes zum Kaiser der Franzosen: Am 25. November traf Papst Pius VII. in Fontainebleau ein, wo Napoleon ihn erwartete und feierlich und sehr herzlich begrüßte. Dann fand am 2. Dezember die Krönung in der Kirche von Notre Dame statt. Auch Josephine war rechtzeitig eingetroffen. Der Papst stand am Hochaltar bereit, dem neuen Kaiser seinen Segen zu geben und ihm die Krone aufzusetzen. Der ganze feierliche Akt war in allen Einzelheiten festgelegt und besprochen worden. Aber im Augenblick waren die beiden Kronen noch nicht da. Und Pius hatte mit Selbstverständlichkeit angenommen, dass sie der Krone Karls des Großen gleichen und über der Stirn ihres Trägers das Kreuz tragen würden. Und der Träger dieser Krone fehlte auch noch! Er hatte seinen Polizeiminister Fouché empfangen und saß mit ihm bei der Arbeit, die der Durchsicht und Beurteilungen von Nachrichten aus Österreich galt. Über dieser fieberhaften Tätigkeit vergaß Napoleon vollkommen, dass er ja eigentlich zur Krönung musste. Schließlich warf er die Arbeit hin, ließ sich rasch in sein der Antike nachempfundenes Imperatorengewand kleiden, schimpfte dabei recht soldatisch über das Kostüm, über Fatzkereien und dergleichen, jagte dann im Galopp nach Paris und traf glücklich eine volle Stunde zu spät zu seiner Krönung ein. Der Papst unterdrückte den Ausdruck seines Staunens darüber, dass die beiden Kronen nur aus einem goldenen Lorbeerkranz für den Kaiser und einem Diadem für die Kaiserin bestanden. Bonaparte betrat die Kathedrale, schritt auf den Papst zu und verneigte sich. Der Papst nahm die Kaiserkrone, also den Lorbeerkranz, hielt ihn feierlich empor und erwartete, dass Napoleon nun niederknien und sich die Krone aufsetzen lassen werde. Der aber schritt die Stufen des Hochaltars hinauf, nahm dem Papst mit einem dankenden Blick die Krone ab und setzte sie sich aufs Haupt. Und dann nahm er die Krone der Kaiserin, die an den Stufen des Altars niedergekniet war, und setzte sie ihr auf. Dadurch gab er dem Heiligen Stuhle und der ganzen Welt wortlos kund und zu wissen: „Niemand hat mich daran hindern können, diese Krone zu schaffen. Also war es Gottes Wille. Und deshalb ist es recht und gut, dass der Herr der Christenheit selbst solches aller Welt durch das feierliche Tedeum bei meiner Krönung bezeugt. Und darum wollen wir, Kaiser und Kaiserin, auch seinen Segen als den des Statthalters Gottes vor aller Welt entgegennehmen. Aber diese Krone, diesen Lorbeer, verdanke ich dem Kopf, den mir der liebe Gott gegeben hat. Um sie zu schaffen, hat er sich niemanden anderen als dieses meines Kopfes bedient. Demnach ist es recht und gut, wenn der, der diese Krone ermöglichte, sie sich auch selber aufs Haupt setzt.“ Der Papst aber hatte als Herr der Christenheit vom Hochaltar her verkündet: „Vivat Imperator in aeternum – Das Kaisertum lebe in Ewigkeit!“ Es war wohl wie einst im Jahre 800, als die verlotterten und zerlumpten Nachfahren der einst weltbeherrschenden Römer dem Frankenkönig Karl zuriefen: „Karl, dem Augustus, dem von Gott gekrönten, großen und friedeschaffenden Kaiser der Römer Leben und Sieg!“ Nur waren die Menschen draußen nicht mehr verlottert und nicht mehr zerlumpt.
Eine hatte bei der Krönung gefehlt: Letizia, die Mutter. Sie
hatte sich standhaft geweigert, daran teilzunehmen und gesagt:
„Wenn das nur dauerhaft ist!“ Dann aber war „Mme Mére“,
wie nunmehr ihr öffentlicher Titel lautete, nach Paris befohlen
worden und trat hier überaus huldvoll und würdig auf. Am 1. Januar hat der Kaiser dann noch einmal einen Appell an den König von England zur Wiederherstellung des Friedens gerichtet. Es ist leider unwahrscheinlich, dass dieser Appell Erfolg haben wird, und so wird man sich auf einen neuen Krieg einrichten müssen. Wie gemunkelt wird, will sich der Kaiser die Aushebung von 80.000 neuen Rekruten genehmigen lassen.
Österreichische
Agonie?
Moritzburg, 18. Februar Seit einiger Zeit hat man erstaunt festgestellt, dass die österreichische Botschaft verwaist ist. Seit der Abreise des v.d. Trenck, der anscheinend den größten Teil des Botschaftspersonals mitgenommen hat, scheint das Gebäude zu verwildern. Auch aus Österreich erreichen uns kaum noch neue Nachrichten, außer vielleicht die, dass man dort zu neuem Kriege gegen Napoleon rüstet und reichlich englisches Geld in die Schatullen der Habsburger fließt, die wohl ohne dieses Gold schon bankrott wären. Nun allerdings sind zwischen London, Wien und Moskau wieder fliegende Reiter unterwegs, um eine neue Koalition zu schmieden. Da man diesem Treiben in Frankreich sicher nicht untätig zuschauen wird, dürfte es wohl noch im Laufe dieses Jahres zu neuen Feldzügen kommen.
Brandstifung
im Café!
Moritzburg, 10. Februar Zu wiederholten Mal wurde unser „Café Kalimba“ lahmgelegt. Derzeit wird noch geprüft, ob es eine Sicherheitslücke gibt oder es sich um eine Fehlfunktion handelt. Intern wird auf erstere Variante getippt. Sollte es sich bestätigen, dass man das Forum sabotiert und die Sicherheit sich bei diesem Forum nicht herstellen lässt, werden wir es durch ein anderes, dann auch sicheres System ersetzen. Es wäre zwar schade um die vielen, ja nicht uninteressanten Beiträge; aber hinsichtlich der kontinuierlichen Entwicklung ist es wichtig, dass nicht jeder Anarchist oder andere Dödel aus Langeweile oder aus böser Absicht hier rumfuschen kann. Wir bitten die Besuchern um Nachsicht und versprechen, dass das Forum in absehbarer Zeit wieder in gewohnter Form funktioniert. Derzeit, und das als Denksportaufgabe, rätseln wir noch, wie es möglich ist, dass wir von einem Clan-Mitglied neuerer Fasson gefragt werden, was mit unserem Forum los ist. Zu diesem Zeitpunkt lief es noch; fünf Minuten später war es tot. Hatten wir es mit einem Hellseher zu tun?
Vermischte
Nachrichten
Moritzburg, 12. November Da die politischen Verhältnisse derzeit geordnet sind, sind wir bemüht, wieder einmal Ordnung in anderen Bereichen herzustellen. So haben wir diverse Clans löschen müssen, entweder weil sie nicht mehr aktiv sind oder weil sie uns nicht auf ihren Linklisten führen. Früher haben wir derart unhöfliches Verhalten toleriert; jetzt aber denken wir, hier ebenso verfahren zu müssen. Hinsichtlich des Umstandes, dass Cossacks 2 nun doch bald erscheinen wird, ein Knieschuss für manchen Clan, denn bei uns tummelt sich mehr Volk, als auf den meisten anderen Cossacks-Seiten. Alte Freundschaften soll man pflegen, und deshalb werden wir einige Links, obwohl inzwischen zweifelhaft, weiter behalten. Hierbei handelt es sich um Clans, mit denen uns eine lange Bekanntschaft, manchmal sogar Freundschaft verbindet. Ein Prost auf ihre Reanimation schon jetzt! Derzeit arbeiten wir daran, unseren Karten, also auch der von Moritzburg, ein anderes Gesicht zu geben. Der Maßstab wird verkleinert, die Geländedarstellung verbessert. Wir hoffen, dass wir das Ergebnis noch in diesem Jahr präsentieren können. Dann wollen wir auch endlich eine zweite Stadt online stellen: Macapá. Unser alter Minister Propain braucht nun unbedingt auch seine – zweite -Heimat. Soweit von der Heimatfront. Wir hoffen, dass unser General Nick Logan das nette niedersächsische Städchen Celle genießt. Der Höhepunkt der dortigen Saison im gesellschaftlichen Leben der Stadt: die Hengstparade! Und zur Abschreckung das Zucht- und Tollhaus – dort wollte übrigens einmal Kaiser Wilhelm II. aus Versehen absteigen, er hatte es mit dem Celler Schloss verwechselt.
Neuregelung
der Botschaftsvergabe geplant
Moritzburg, 25. Oktober Wie man in Zukunft in dieser Angelegenheit verfahren will, ist noch gänzlich offen. Es hat sich aber leider herausgestellt. dass die derzeitige Handhabung nicht die gewünschten Ergebnisse zeitigt. Das mag bedauerlich sein, ist aber nicht zu ändern. Die daraus gezogene Konsequenz aber ist nur folgerichtig, weil ein Weiterwursteln in der bisherigen Art zu, wie gesagt, höchst unbefriedigenden Ergebnissen geführt hat.
Die Dunkelmänner werden enttarnt! Moritzburg, 6 September Während die Bevölkerung in Moritzburg immer noch völlig verstört ob der Ereignisse der letzten Tage reagiert, werden langsam die Hintergründe des versuchten Staatsstreiches deutlich. Tatsächlich waren die Drahtzieher der Ex-Minister de Fuentes, der, wie man inzwischen hört, auch Guayana eilends verlassen hat, und sein Schwager, Oberst de la Huarez. Dazu zählen noch eine Handvoll Offiziere und Plantagenbesitzer. Es war ihr Ziel, die Monarchie zu stürzen und eine Militärdiktatur aufzubauen. Dann sollte die Sklaverei eingeführt werden. Man darf wegen dieses Zieles der Rebellen vermuten, dass die treibenden Kräfte reiche Landbesitzer sind, denen der Umstand, dass die Sklaverei bei uns nicht eingeführt werden soll, gegen den Strich ging. Dazu kam wohl auch der brennende Ehrgeiz des de la Huarez. Dieser hatte sich Hoffnung gemacht, Oberbefehlshaber der Garde zu werden. Als ihm Oberst de Mendoza vorgezogen wurde, stand sein Sinn auf Rache. Durch einen von ihm gefälschten Befehl konnte er zwei Regimenter vor die Hauptstadt führen, ohne dass es große Aufmerksamkeit erregte. Die Offiziere der Einheiten waren von ihm bestochen oder der Sache der Aufständischen durch Blut und Gesinnung verpflichtet. Wahr ist, dass die Garde völlig überrumpelt wurde von dem Putschversuch. Es ist aber auch festzuhalten, dass die Truppen, nachdem der Angriff begonnen hatte, sehr schnell Schritt fassten. Hier muss besonders der Umstand Erwähnung finden, dass der Kaiser persönlich das Kommando übernahm. Ohne zu Zögern schlug er den Vorschlag, sich in die Festung Rio Amapá in Sicherheit zu bringen, aus. Nicht zuletzt sein Bespiel führten die Soldaten zum Sieg. Natürlich ist es völlig unakzeptabel, dass derartige Vorgänge die Monarchie bedrohen können, und man darf davon ausgehen, dass für die Zukunft Vorkehrungen getroffen werden, die derartige Vorkommnisse unmöglich machen. Aber dies führt uns vor Augen, dass wir hier nicht in einem dieser betulichen europäischen Länder leben, in denen derartige Vorgänge eher die Ausnahme bilden, sollten sie überhaupt einmal vorkommen. In diesem Falle aber, man erinnere sich an Ludwig XVI., können sie allerdings auch leicht kopflos machen. Auf unserem Kontinent, nicht zuletzt deshalb auch Neue Welt genannt, geht es da schon etwas rustikaler zu. Für den kommenden Sonntag ist ein großer Dankgottesdienst in der Kathedrale zu Moritzburg angekündigt, den der Bischof in Anwesenheit Seiner Majestät und anderer Würdenträger des Reiches abhalten wird. Die Maßnahmen, um Seiner Majestät Sicherheit zu garantieren, werden sicher außergewöhnlich sein.
Tumult
in Moritzburg erregt Aufmerksamkeit der Schweizer Botschaft Moritzburg, 5. September
Es war ein weiterer schöner Tag in der Hauptstadt des
Kaiserreiches Amapura, als Schüsse durch die Luft hallten und
das Geschrei eines Kampfes die Wachen an der Schweizer Botschaft
erreichte. Der Botschafter wurde davon umgehend in Kenntnis
gesetzt. Sofort stellte er ein Kommando ab, das nachschauen
sollte, was da im nahen Palast vor sich ging. Kaum waren sie in
der Nähe des Palastes angekommen, wurden sie unter Beschuss
genommen. Doch die Schweizer Garde konnte sich trotz einzelner
Verluste siegreich zur Wehr setzen und darüber hinaus einige
aufständische Soldaten gefangen nehmen.
Thron in Gefahr? Putschversuch in Moritzburg! Moritzburg, 2. September Heute wurde bekannt, dass seitens einiger abtrünniger Offiziere ein Putschversuch unternommen wurde. Rebellierende Soldaten haben versucht, den Kaiserpalast sowie das Kriegsministerium zu stürmen. Dabei kam es zu heftigen Kämpfen mit loyalen Truppen. Im Vorhof des Kriegsministeriums stießen Einheiten der Kaiserlichen Garde mit dem Rebellenabschaum zusammen. Aus den Fenstern des Gebäudes heraus eröffnete die Stabswache der Marine, die hier gerade Dienst tat, das Feuer auf die Angreifer. Als das 2. Regiment der Kaiserlichen Garde unter Oberst de Mendoza eintraf, lag ein Großteil der Rebellen schon in ihrem Blute, der Rest ergab ich rasch. Ohne großes Federlesen zu machen, exekutierte der Oberst die Offiziere der Putschisten, soweit er ihrer habhaft werden konnte. Im Ehrenhof des Palastes fand derweil eine regelrechte Schlacht statt. Hier versuchte der Großteil der Rebellen, einzudringen. Tatsächlich gelang es ihnen, die erste Wache niederzukämpfen und in den Ehrenhof einzudringen. Hier nun versteifte sich der Widerstand der Garde, die der Kaiser persönlich befehligte. Dabei wurde er durch einen Streifschuss leicht am Oberarm verletzt. Als dann noch weitere loyale Truppen, die aus der Festung Rio Amapá herbeigeeilt kamen, in den Kampf eingriffen, brach der Angriff der Aufrührer zusammen. Etliche rebellische Offiziere, die Namen sind noch nicht bekannt, sollen sich auf der Flucht befinden. Hinter dem ungeheuerlichen Vorgang wird inzwischen der geflohene Minister de Fuentes vermutet, denn just sein Schwager, Rodrigo de la Huarez, war der Oberbefehlshaber des putschenden Bataillons. Auch er ist flüchtig. Besonders bemerkenswert ist, dass man etliche Großgrundbesitzer in Café Kalimba verhaften konnte, die dort in ausgesprochen ausgelassener Runde schon den Sieg „ihrer Sache“ zu feiern schienen. Es kam zu einer kurzen Schießerei, als die Soldaten die gesellige Runde sprengten, dann war auch dieser Spuk beendet. In den anderen Städten des Reiches herrsch völlige Ruhe und Ordnung, was darauf deutet, dass sich der Putsch auf Moritzburg beschränkt hat. Anscheinend hofften diese Kriminellen, den Kaiser festsetzen zu können, was aber, dank der Loyalität der überwiegenden Mehrheit der Soldaten sowie auch der Bevölkerung gänzlich misslang. Schon kurze Zeit nach Beendigung der Kämpfe eilten zahlreiche Honoratioren herbei, um dem Kaiser aufzuwarten und ihm ihre Treue zu versichern. Jetzt wird es wohl zu zahlreichen Änderungen kommen, was die personelle Zusammensetzung der Regierungsbeamten wie auch einiger militärischer Dienststellen anbelangt.
Minister zum Feind übergelaufen! Moritzburg, 16 August Wie der Palast mitteilen ließ, ist der Minister für das Postwesen, Horatio de Fuentes, zu den Franzosen übergelaufen. Noch ist nicht bekannt, was den Minister veranlasst haben könnte zu einem derartigen Schritt. Wenn aber schon der Kabinettsminister Seiner Majestät ihn als Verräter und Lump bezeichnet, darf davon ausgegangen werden, dass hier auch wirklich ein Verrat vorliegt Es wurde seitens der Regierung eilens darauf verwiesen, dass der Ex-Minister über keine Informationen verfüge, die die Sicherheit und Verteidigungsbereitschaft des Landes beeinträchtigen. Der Minister sei, wurde gesagt, in den letzten Monaten schon etwas verwirrt gewesen. Außerdem habe er sich in einschlägig bekannten Etablissements herumgetrieben und Kontakte zu Kriminellen und Prostituierten gepflegt. Man habe deshalb schon überlegt, ihn abzulösen. Vielleicht sei es ja dieser bevorstehende Schritt gewesen, der ihn zur Flucht veranlasst hat. Erst jetzt wurde bekannt, dass der ehemalige Minister de Fuentes mit drei Kutschen die Grenze zu Französisch-Guayana überschritten hat. Er führte seine Familie sowie sein gesamtes bewegliches Vermögen mit sich. Uns kommt es nicht so vor, als habe hier ein Verwirrter gehandelt. Es ist wohl eher so, dass der Übertritt von langer Hand vorbereitet wurde. Und welche Geheimnisse der Minister nun den Franzosen ausplaudern kann, weiß niemand so genau. Als Postminister hatte er seine Ohren überall. Letztlich kann nichts Gutes aus diesem Verrat erwachsen. Nationalhymne zum ersten Mal aufgeführt Moritzburg, 15. August Während eines feierlichen Aktes in der Oper der Hauptstadt wurde die neue Nationalhymne vorgestellt. Die Aufführung des Symphonieorchesters fand in Anwesenheit des Kaisers und seiner Frau, des Thronfolgers sowie anderer hoher Persönlichkeiten des Landes statt. Mit der Einführung der Nationalhymne gewinnt das Land wieder ein Stück mehr an eigener Identität, auch wenn die Hymne selbst ein aus Großbritannien importiertes Musikstück ist, ein Auftragswerk. Die Auswahl ist jedenfalls auf die richtige Hymne gefallen, davon ist man allgemein überzeugt. Über den Komponisten herrschte Schweigen, denn allzu breit wollte man den Umstand, dass ein Ausländer nun die Nationalhymne komponiert hat, auch nicht unbedingt diskutieren. Musik ist grenzenlos, hieß es dazu nur. Derweil wird schon eine Aufführung von Musikstücken Mozarts in der Kathedrale vorbereitet. Der Bischof zeigte sich schon hoch zufrieden von den ersten Proben. Dass „sein Haus“ bei der Uraufführung voll sein wird, steht heute schon fest. Diese erfreuliche Perspektive dürfte ihn ganz besonders aufgeheitert haben.
Geschenk
an seine Majestät!
Moritzburg, 30. Juli Diese
Geste der Anerkennung, so Trenck, soll die Person Trenck
würdigte in einer Laudatio die Taten des Kaisers, die
wiedererstarkten freundschaftlichen Beziehungen zwischen Amapura
und Österreich sowie die Anstrengungen Amapuras, sich aus den
Wirren innerhalb Europas heraus zu halten. Österreich
sehe in Amapura und dessen Kaiserhause einen Freund und Verbündeten
in der Not. Man werde sich in Zukunft, wie auch in der
Vergangenheit, treu an Amapuras Seite stellen, sofern es
notwendig werde. Die
österreichischen Fregatten setzten die Grosse Flaggenparade und
feuerten zur Geburtsstunde des Kaisers Salut. (Österreichisches Depeschen Bureau)
Zum Geburtstag des Kaisers, Seiner Majestät Michael I, IR Moritzburg, 26. Juli Anlässlich des 55. Geburtstages Seiner Majestät, des Kaisers und Königs Michael I., wiesen die Spitzen des Staates, unter ihnen der Kabinettsminister Seiner Majestät, Marquis de Kalimba, Großadmiral Kaufmann sowie der Kriegsminister S.M., Marquis de Propain, eindringlich darauf hin, dass die Monarchie der einzige Bollwall gegen Chaos und Untergang ist. Nur ein Monarch kann die Einheit und Unabhängigkeit des Landes für die Zukunft garantieren. Auf eine am Rande der Veranstaltung gestellten Frage an Senore Kalimba, wie es um die Pressefreiheit bestellt ist, wenn es doch nur eine Zeitung gibt, meinte er, die Freiheit sei in Amapura sicher eben so groß wie in Frankreich oder in den Vereinigten Staaten von Nordamerika – „außer vielleicht, dass es bei uns, im Gegensatz zu Frankreich und den USA, keine Sklaverei gibt“. Man bemühe sich, die notwendigen Reformen nicht aus den Augen zu verlieren, „aber in erster Linie muss die Sicherheit des Landes gewährleistet werden.“ Die offizielle Geburtstagsfeier Seiner Majestät findet am 8. August statt. Neben dem gesamten Hochadel und allen Notabeln sind auch alle in Amapura akkreditierten diplomatischen Vertreter eingeladen. Schon jetzt sind alle Hotel- und Gastzimmer der Stadt mit den Geburtstagsgästen und ihrer Dienerschaft belegt. Selbst der kaiserliche Palast quillt vor Gästen über. Extra zu den Feierlichkeiten hat auch Prinzessin Sophie Amalie ihre Europareise beendet und ist an Bord der Fregatte Terra Grande, aus Amsterdam kommend, wieder ins heimatliche Moritzburg zurückgekehrt.
Archiv
"Aktuelles" wieder verfügbar Moritzburg, 25. Juli Das Archiv "Aktuelles" ist auf den letzten Stand gebracht worden und als pdf-Dokument abrufbar.
Fahnenweihe für die ACA Moritzburg, 16. Juli
Heute wurden in einer feierlichen Zeremonie im Ehrenhof des
Kaiserpalastes zu Moritzburg der Amapura Continental Armee zwei
neue Fahnen übergeben. Diese wurden vom Erzbischof Ernesto
Robles, einem Onkel des Kaisers, geweiht. Der Kronprinz Simon
Augustin daselbst nahm dann die Übergabe an die angetretenen
Truppen aller drei Der Kronprinz lobte einmal mehr die besondere Stellung der Armee als Verteidiger der Unabhängigkeit des immer noch bedrohten Reiches. „Hinter uns liegen unruhige Zeiten. Inzwischen ist das Reich gefestigt. Doch wir dürfen nicht ausruhen auf den erworbenen Lorbeeren. Stets eingedenk der Tatsache, dass der Feind unserer Unabhängigkeit überall lauert, ist Wachsamkeit auch für die Zukunft oberstes Gebot.“
Der Kronprinz, dessen Sympathien für Frankreich bekannt Flotte segelt nach Tortuga Moritzburg, 16. Juli Wie heute bekannt wurde, hat die Flotte in Veracruz bereits vor einer Wochen die Anker gelichtet und ist Richtung Santo Domingo abgesegelt. Die Truppen, Seeleute wie Marineinfanterie, befinden sich in einem ausgezeichneten und hoch motivierten Zustand, hieß es dazu aus der Admiralität. „Diesmal werden wir das Übel mit Stumpf und Stiel ausrotten“, verlautete es. Nur ein Wunder könne Tortuga noch vor der gerechten Strafe bewahren. Wie könnte dieses Wunder aussehen? Wohl nur darin, dass man Lafitte unverzüglich ausliefert. Das aber ist eher unwahrscheinlich. Dieser soll nämlich ebenfalls große Zurüstung unternehmen. Es heißt sogar, dass er sich der Flotte in offener Seeschlacht stellen will. Ein hoher Marineoffizier meinte dazu nur, diese Gefahr sei eher unwahrscheinlich. „Sie müssen wissen, noch nie wurde eine Stadt von den Piraten durch eine Operation von See her eingenommen. Stets landeten sie entfernt und eroberten die betreffenden Städte dann von Land her. Das liegt nicht zuletzt daran, dass diese Leute schlechte Seemänner sind. Sie verlieren mehr Schiffe durch Schiffbruch als durch Gefechte.“ Über die eigene Taktik wird beharrlich geschwiegen. Es ist jedoch bekannt, dass sich eine große Zahl von Marineinfanterie an Bord der Schiffe befindet, die darauf schließen lässt, dass auch hier ein Angriff von Land geplant ist. Man vermutet, dass man Tortuga, das stark befestigt ist und durch seine Lage geschützt, in einem Zangenangriff von See und Land nehmen will. Kaiserliche Audienz für v. d. Trenck Moritzburg, 15. Juli Heute wurde der österreichische Freiherr und Graf von Porto Royals, v.d. Trenck, vom Kaiser in Privataudienz empfangen. Obwohl über den Inhalt des Gespräches, das fast zwei Stunden dauerte, nichts bekannt gegeben wurde, darf vermutet werden, dass es in erster Linie um die Beziehungen zwischen Amapura und Österreich ging. So soll nun mit dem Ausbau der Isla de Cerdo zum Stützpunkt für die österreichische Flotte begonnen werden. Wie man hört, haben die Österreicher bereits mit der Anwerbung einheimischer Arbeitskräfte begonnen. Besonders interessiert aber ist man am Gang der europäischen Ereignisse. Welche Folgen für die dortige Politik hat es, wenn sich Napoleon zum Kaiser krönen lässt? Und dass er dazu entschlossen und Willens ist, steht wohl außer Frage. Und wenn es zum erneuten Krieg mit Frankreich kommt, würde Österreich in einem solchen Fall Großbritannien die Nutzung der Basis auf der Isla de Cerdo gestatten? Und welche Folgen könnten sich daraus für Amapura ergeben? Wäre in einem solchen Fall nicht davon auszugehen, dass Frankreich dies als kriegerischen Akt seitens Amapura werten wird und seine Kampfhandlungen könnte? Dazu kommen innenpolitische Wirkungen. Wie bekannt, ist der Kronprinz eher ein Parteigänger Frankreichs. Würde es also zu diesem oben geschilderten Vorgängen kommen, könnte er nicht zu einem Wechsel der Bündnispolitik führen? Alles das sind Fragen, die heute nicht beantwortet werden können, die aber für die Zukunft relevant sind.
Referendum für
Kaiserkrönung
Frankreich, im Juli Nachdem das
Referendum, ob man Napoleon Bonaparte, den Ersten Konsul der
Republik, zum Kaiser krönen solle, mit einer überwältigenden
Zustimmung endete, haben in ganz Frankreich die Vorbereitungen
begonnen. Obwohl die Krönung selbst erst zum Jahresende
erfolgen soll, befindet sich das Land anscheinend schon im
Festtaumel. Erst im Dezember wird die Krönung zum Kaiser
stattfinden. Das Kaisertum wird dann erblich sein. Derzeit herrscht
eine angespannte Lage auf dem Kontinent. Ein Frieden mit England
ist nicht abzusehen, und die Koalition von Großbritannien, Österreich,
Russland und Schweden scheint zu halten. Allerdings ist sie noch
keiner Belastung auf dem Schlachtfelde ausgesetzt worden. Mag
England auch die See beherrschen, auf dem Kontinent selbst hat
sich eine merkwürdige Pattsituation ergeben. Und Frankreich hat
seine innere Stärke fast gänzlich zurückgewonnen. Die Folgen
der Revolution sind endgültig überwunden, und selbst die
Kirche und der überwiegende Teil der Royalisten hat sich mit
Napoleons Regime ausgesöhnt. Diese schwebende Situation könnte ein rasches Ende finden, wenn sich Napoleon als Kaiser installiert hat. Es ist jedenfalls nicht damit zu rechnen, dass ein starkes Frankreich auf Dauer eine Koalition dulden wird, von der es ständig bedroht wird. Besonders Österreich muss sich fragen lassen, ob es weiter in Feindschaft mit dem starken Nachbarn leben will. Es könnte eine Situation entstehen, in der selbst Österreich um seine pure Existenz kämpfen muss. Frankreich kennt solche Situationen aus der jüngsten Vergangenheit und wird so handeln, dass eine ähnliche Lage nicht wieder eintritt.
Flottenbasis soll gebaut werden Die österreichische Flottenbasis auf der Isle de Cerdo soll nun zügig realisiert werden. Zwar ist ihr Wert selbst bei der österreichischen Admiralität umstritten, wie man aus Wien erfahren konnte, aber anscheinend ist es auch ein Prestigeobjekt geworden. Wie dem auch sei, das Projekt wird nun umgesetzt. Dabei spielt sicher auch die Nähe zu Brasilien eine Rolle. Das portugiesische Herrscherhaus der Braganzas strebt schon seit längerer Zeit eine Bindung mit den Habsburgern an. Dort allerdings ist die Neigung, der als abgewirtschaftet eingestuften portugiesischen Herrscherfamilie neuen Glanz zu verleihen, äußerst gering. Sollte hier ein Änderung der Politik der Wiener Hofburg erfolgen, wird eine Flottenbasis so nahe der wichtigsten portugiesischen Kolonie sicher ein unschätzbarer strategischer Vorteil sein. Da ein Audienz zwischen dem bei Hofe geschätzten Grafen v.d. Trenck und Seiner Kaiserlichen Majestät erwartet wird, bei der man Aufklärung über die österreichische Politik in dieser Region erwartet, hält man sich bei Hofe mit Äußerungen sehr zurück. Auch möchte man nicht durch vorschnelle Äußerungen das nach der letzten Krise wieder aufgehellte Verhältnis zu diesem doch wichtigen Verbündeten trüben. Neuer Admiral ernannt Der Hof hat bekannt gegeben, dass Lord und Lady Stanhope Quartier in Moritzburg genommen haben. Das Paar, das bislang nahe London auf dem Familiensitz derer von Stanhope residierte, wird nun längere Zeit in unserem Lande verweilen, weil Lord Stanhope die Stellung eines Admirals der kaiserlichen Flotte angenommen hat. Als Zeugmeister ist er für die Ausrüstung der Schiffe sowie die Werften zuständig. Zudem stellt das Paar einen glänzenden Neuzugang für die Gesellschaft bei Hofe dar. Der Lord, für seine Weltläufigkeit bekannt und seine Feste berühmt, hat bereits ein Palais in Auftrag gegeben, das auch seiner neuen Position angemessen sein dürfte. Derweil logiert er im Imperial, wo er eine ganze Etage angemietet hat. Die ihm begleitende Dienerschaft stammt teilweise aus Indien, was der Sache zusätzlich einen exotischen Eindruck verleiht – selbst für Amapura.
Österreichische
Flotte in Amapura eingelaufen!
Wien/Moritzburg, 30. Juni
Feuer
in der Druckerei
Moritzburg,
27. Juni
Moritzburg, 29. Mai
Moritzburg, 27. Mai
Moritzburg, 25.Mai
Moritzburg/München, 21. Mai
Baubeginn des Flottenstützpunktes
Wien, 13. Mai
Moritzburg, 12. Mai
Teestunde mit dem Kaiser
Moritzburg, 12. Mai
Kabinettsminister Kalimba hält Grundsatzrede vor dem Senat
Moritzburg, 12. Mai Kriegsschiffe
ausgelaufen
Leron, 12. Mai
Ernennung
bekannt gegeben
Moritzburg,
11. Mai
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